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AlterG Antigravitationslaufband

Matthias Kranz
vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Laufen, bevor das Bein wieder alles tragen darf

Nach einer Operation am Knie, am Sprunggelenk oder an der Hüfte hört bei den meisten Menschen die Bewegung erst einmal auf. Das Bein darf nicht voll belastet werden, also passiert wochenlang fast nichts.

Genau das ist das Problem. Denn der wichtigste Faktor nach einer Verletzung ist nicht die Schonung, sondern der schnellste Weg zurück in die Bewegung – solange sie schmerzfrei bleibt.

Dafür haben wir das AlterG.

Was das Gerät macht

Das AlterG ist ein Laufband, das dich in einer Luftdruckkammer trägt. Dein Körpergewicht lässt sich auf bis zu 20 Prozent reduzieren – du läufst also mit bis zu 80 Prozent Entlastung. Die Einstellung erfolgt in feinen Schritten und lässt sich im Verlauf Woche für Woche anpassen.

Der entscheidende Punkt dabei: Du läufst. Nicht du machst eine Ersatzübung, die ein bisschen aussieht wie Laufen. Der Bewegungsablauf bleibt erhalten, das Timing bleibt erhalten, die Muskulatur arbeitet in ihrem gewohnten Muster. Nur die Last ist eine andere.

Warum das so wichtig ist

Die Studienlage zum Thema ist eindeutig – nicht speziell zum AlterG, sondern zu dem Prinzip dahinter: Wer nach einer Verletzung so früh wie möglich wieder in schmerzfreie Bewegung kommt, ist besser dran als wer wartet.

Das gilt für den gesamten Körper, nicht nur für das verletzte Gelenk. Wer nach einer Knie-OP sechs Wochen stillsteht, verliert nicht nur am Knie. Deshalb ist es sinnvoll, in dieser Phase weiterzumachen, wo es geht – Krafttraining für den Oberkörper zum Beispiel, und eben Laufen mit reduzierter Last.

Die Bedingung ist immer dieselbe: schmerzfrei. Nicht „geht schon", sondern schmerzfrei. Wo diese Grenze bei dir verläuft, finden wir zusammen heraus, und das AlterG macht sie einstellbar.

Wofür wir es einsetzen

Nach Operationen an Knie, Sprunggelenk und Hüfte, solange das Bein noch nicht voll belastet werden darf. Bei Belastungsbeschwerden im Laufsport, wenn volles Körpergewicht die Beschwerden auslöst. Im Aufbau nach Kreuzbandverletzungen als Brücke zwischen Gehen und Laufen. Und bei Patienten, für die volles Körpergewicht dauerhaft ein Thema ist.

Ob das Gerät in deinem Fall sinnvoll ist, entscheidet der Befund. Wir setzen es nicht ein, weil wir es haben, sondern wenn es zur Ursache passt. Wer mit dem Wunsch nach einer bestimmten Anwendung zu uns kommt, bekommt zuerst eine Untersuchung.

An beiden Standorten

Beide Praxen in Minden haben denselben Rahmen und dieselben Möglichkeiten: Kutenhauser Straße 155a und Stiftsallee 29.

Wie du anfängst

Jeder neue Patient beginnt mit einem kostenfreien Erstgespräch von 45 Minuten. Du schilderst, was passiert ist, wir untersuchen körperlich und geben eine erste Einschätzung. Danach besprechen wir gemeinsam, was sinnvoll ist und was es kostet. Wer danach nicht weitermachen möchte, geht ohne Rechnung nach Hause.

Häufige Fragen

Ab wann nach einer OP kann ich auf das AlterG?

Das hängt von der Freigabe deines Arztes und vom Befund ab. Sobald Teilbelastung erlaubt ist, lässt sich das Gerät meist einsetzen – oft deutlich früher, als viele erwarten.

Wie fühlt sich das an?

Ungewohnt in den ersten Minuten, danach erstaunlich normal. Die meisten sagen, es fühle sich an wie Laufen auf dem Mond.

Ersetzt das AlterG die Therapie?

Nein. Es ist ein Werkzeug innerhalb der Behandlung, kein Programm für sich. Ohne Befund und ohne die Arbeit an der Ursache bringt es wenig.

Kann ich das AlterG auch ohne Verletzung nutzen?

Ja, zum Beispiel im Lauftraining, wenn die Belastung dosiert werden soll. Auch das besprechen wir im Erstgespräch.

Brauche ich ein Rezept?

Nein. Matze ist sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie, du kannst direkt zu uns kommen.

Alle Aussagen sind Einschätzungen aus unserem Praxisalltag und ersetzen keine individuelle Untersuchung. Jeder Mensch und jede Verletzung ist unterschiedlich.

 
 
 

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