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SkillCourt zur Messung von Koordination und Reaktion, Physiotherapie Matthias Kranz in Minden

IHHT IN MINDEN

Wenn Belastung gerade keine Option ist

Es gibt Phasen, in denen Training schlicht nicht geht. Nach einer Operation. Nach einem langen Infekt, der länger nachhängt als erwartet. Bei jemandem, der seit Jahren wenig gemacht hat und dem zehn Minuten auf dem Rad schon zu viel sind. Und bei Menschen, die aus anderen Gründen nicht oder nicht mehr stark belastbar sind.

Der übliche Weg, dem Körper einen Reiz zu setzen, führt über genau diese Belastung – mehr Gewicht, mehr Tempo, mehr Wiederholungen. In solchen Phasen ist dieser Weg zu.

IHHT setzt an einer anderen Stelle an. Der Reiz kommt nicht über die Belastung, sondern über die Atemluft. Deshalb ist das Verfahren auch dann einsetzbar, wenn körperliche Belastung gerade nicht in Frage kommt.

Was bei einer Anwendung passiert

Du liegst oder sitzt. Über eine Maske atmest du im Wechsel Luft mit reduziertem und Luft mit erhöhtem Sauerstoffanteil. Ein Programm steuert diesen Wechsel, die Intervalle laufen nacheinander ab.

Währenddessen werden Sauerstoffsättigung und Puls gemessen. Diese Werte sind nicht Beiwerk, sie sind die Steuerung. Sie entscheiden mit, wie lang ein Intervall läuft und wann gewechselt wird. Du liegst dabei nicht allein im Raum.

Anstrengen musst du dich nicht. Du bewegst dich nicht, du schwitzt nicht, du brauchst keine Sportsachen. Manche beschreiben hinterher eine gewisse Müdigkeit, andere merken nichts Besonderes. Beides kommt vor.

Vor der ersten Anwendung klären wir, ob überhaupt etwas dagegen spricht. Dazu gehört, was du an Vorerkrankungen mitbringst und was du an Medikamenten nimmst. Bei der ersten Anwendung schauen wir enger hin als später und gehen vorsichtiger heran, bis wir wissen, wie du darauf reagierst.

Wofür wir es einsetzen

Wir setzen IHHT begleitend ein, nie als eigenständige Behandlung. Zwei Situationen kommen dabei am häufigsten vor.

In der Regeneration

In Phasen mit hoher Belastung oder dichter Taktung, in denen zwischen den Einheiten mehr passieren soll, als das bloße Warten hergibt.

Beim Wiederaufbau der Belastbarkeit

Bei Menschen, für die der Weg über Training gerade noch nicht offen ist und bei denen wir trotzdem nicht einfach stehenbleiben wollen, bis er wieder offen ist.

In beiden Fällen ist es ein Baustein neben dem, was ohnehin läuft – Behandlung, Training, Schlaf, Alltag. Nie ein Ersatz dafür. Wenn jemand zu uns kommt und sich davon die Lösung erhofft, sagen wir das offen.

Was sich dazu sagen lässt und was nicht

An dieser Stelle ist eine deutliche Ansage nötig, weil im Netz zu diesem Verfahren sehr viel behauptet wird.

Die Studienlage zu IHHT ist begrenzt. Vieles, was man dazu liest, geht deutlich über das hinaus, was sich belegen lässt. Das machen wir nicht mit. Von uns hörst du keine Prozentzahlen zu Leistungssteigerung, keine Aussagen über Zellalterung und kein Versprechen darüber, was in dir passiert. Wer dir das verspricht, weiß mehr, als sich derzeit sagen lässt.

Was wir stattdessen tun: Wir setzen es als einen Baustein ein und beurteilen den Verlauf an Dingen, die sich messen lassen. Wie viel Belastung verträgst du inzwischen? Wie schnell bist du danach wieder da? Was sagt die Testung, die wir vorher und nachher nach demselben Verfahren durchführen?

Wenn sich an diesen Punkten nichts tut, hören wir damit auf. Ein Baustein, der nichts bewegt, bleibt bei uns nicht im Plan, nur weil er interessant klingt.

Wann wir es nicht anwenden

Ohne ärztliche Abklärung fangen wir nicht an bei Herzerkrankungen, bei Lungenerkrankungen, in der Schwangerschaft, bei akuten Infekten und bei unbehandeltem Bluthochdruck.

Das ist keine Formalie zur Absicherung. Der Reiz kommt hier über die Atemluft, und wer eine Vorerkrankung an Herz oder Lunge hat, gehört vorher zum Arzt. Wenn wir unsicher sind, schicken wir dich hin – auch dann, wenn du das Verfahren anderswo schon gemacht hast.

Während der Anwendung gilt eine einfache Regel: Wer sich unwohl fühlt, bricht ab. Sofort, ohne Diskussion, ohne dass du das begründen musst. Und wir brechen ab, wenn uns die Werte oder dein Zustand nicht gefallen. Es gibt keinen Grund, hier etwas durchzuziehen.

Und wenn du nach dem einen Verfahren suchst, das den Rest überflüssig macht: Das ist IHHT nicht. So würden wir es dir auch nicht anbieten.

An beiden Standorten

Beide Praxen in Minden haben denselben Rahmen und dieselben Möglichkeiten.

Wie du anfängst

Jeder neue Patient beginnt mit einem kostenfreien Erstgespräch von 45 Minuten. Du schilderst, was passiert ist, wir untersuchen körperlich und geben eine erste Einschätzung. Danach besprechen wir gemeinsam, was sinnvoll ist und was es kostet. Wer danach nicht weitermachen möchte, geht ohne Rechnung nach Hause.

Häufige Fragen

Ist das ein Höhentraining?

Der Vergleich wird oft gezogen, weil die Luft in den Hypoxie-Phasen einen reduzierten Sauerstoffanteil hat, wie er in größerer Höhe vorkommt. Der Unterschied: Du bewegst dich dabei nicht, und die Werte werden die ganze Zeit mitgemessen.

Muss ich mich dabei anstrengen?

Nein. Du liegst oder sitzt. Genau darin liegt der Grund, warum wir es auch bei Menschen einsetzen, die körperlich gerade wenig verkraften.

Wie viele Anwendungen sind sinnvoll?

Das legen wir gemeinsam fest und schauen unterwegs, ob sich an den messbaren Punkten etwas tut. Wenn nicht, hören wir auf, statt die Reihe zu Ende zu bringen.

Kann ich das machen, wenn ich Vorerkrankungen habe?

Nur nach ärztlicher Abklärung. Bei Herz- und Lungenerkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, in der Schwangerschaft und bei akuten Infekten fangen wir ohne diese Rücksprache nicht an.

Brauche ich ein Rezept?

Nein. Matze ist sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie, du kannst direkt zu uns kommen.

Alle Aussagen sind Einschätzungen aus unserem Praxisalltag und ersetzen keine individuelle Untersuchung. Jeder Mensch und jede Verletzung ist unterschiedlich.

Bodenmarkierung des SkillCourt für Reaktions- und Richtungswechseltests, Physiotherapie Matthias Kranz in Minden
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