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Wie oft sollte ich zur Physiotherapie gehen

Autorenbild: Matthias Kranz
Matthias Kranz
24. Sept.
2 Min. Lesezeit

Die übliche Antwort lautet ein- bis zweimal pro Woche. Sie ist nicht falsch, aber sie beantwortet die falsche Frage.

Wichtiger als die Frequenz ist, was zwischen den Terminen passiert. Zweimal pro Woche behandeln und dazwischen nichts tun bringt weniger als einmal pro Woche mit einem Plan, an dem du zu Hause arbeitest.

Was die Frequenz tatsächlich bestimmt

Die Phase. Direkt nach einer Operation oder bei akuten Beschwerden ist enger Kontakt sinnvoll, weil sich viel schnell ändert. In der Aufbauphase kann der Abstand größer werden, weil dann ohnehin die Belastung zwischen den Terminen wirkt.

Was du selbst machst. Wer den Plan umsetzt, braucht seltener einen Termin. Der Termin ist dann Kontrolle und Anpassung, nicht die einzige Belastung der Woche.

Was behandelt wird. Etwas, das über Jahre entstanden ist, braucht Monate. Eine frische Reizung oft nur wenige Termine.

Wie schnell sich etwas verändert. Wenn sich nach drei Terminen gar nichts bewegt, ist die Frage nicht, ob man öfter kommen sollte, sondern ob der Ansatz stimmt.

Grobe Orientierung

Nach einer Operation: anfangs eng, dann mit dem Fortschritt ausdünnen.

Bei akuten Beschwerden: anfangs dichter, dann schnell reduzieren.

Bei etwas, das lange da ist: eher großzügige Abstände und dazwischen konsequent arbeiten.

Zur Kontrolle: einzelne Termine in größeren Abständen.

Wie wir das handhaben

Wir legen die Frequenz nicht vorab fest, weil vorher niemand weiß, wie dein Körper reagiert. Nach dem Erstgespräch haben wir eine Einschätzung, nach zwei bis drei Terminen wissen wir mehr, und dann wird angepasst.

Was bei uns anders ist als in vielen Praxen: Ein Termin dauert 45 Minuten bei einem Therapeuten, ohne dass parallel jemand anderes betreut wird. Das ändert, wie viel in einem Termin passiert, und damit auch, wie oft du kommen musst.

Der häufigste Fehler

Termine als Ersatz für eigenes Tun. Wer zweimal pro Woche kommt und dazwischen nichts macht, kommt langsamer voran als jemand mit einem Termin alle zwei Wochen und einem Plan, an dem er dranbleibt. Die Behandlung setzt den Reiz, die Zeit dazwischen macht die Veränderung.

Wie du anfängst

Komm zum kostenfreien Erstgespräch. Wir schauen uns an, worum es geht, und sagen dir ehrlich, wie viele Termine in deinem Fall realistisch sind. Erst danach besprechen wir alles Weitere.

Alle Aussagen sind Einschätzungen aus unserem Praxisalltag und ersetzen keine individuelle Untersuchung. Jeder Mensch und jede Geschichte ist unterschiedlich.

 
 
 

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