Arthrose im Knie: was sich noch ändern lässt

Wie es meistens anfängt
Erst nur beim Treppabgehen. Dann morgens ein paar steife Minuten. Dann nach dem Sitzen im Kino.
Und irgendwann fällt im Wartezimmer das Wort Arthrose, und mit ihm der Satz: Da kann man nichts machen. Das ist der Satz, mit dem die meisten zu uns kommen. Er stimmt so nicht.
Was Arthrose beschreibt und was nicht
Arthrose ist eine Veränderung von Knorpel und Gelenk. Man sieht sie im Bild, und sie geht nicht weg.
Was sie aber nicht beschreibt: wie sehr dein Knie wehtut, wie weit du gehen kannst, wie es in einem halben Jahr aussieht. Auch hier gilt, was für den Rücken gilt: Bild und Beschwerden hängen weniger eng zusammen, als der Befund vermuten lässt. Es gibt Kniegelenke mit deutlichen Veränderungen und wenig Beschwerden – und umgekehrt.
Der Knorpel selbst lässt sich nicht zurückbauen. Fast alles andere lässt sich verändern: Kraft, Beweglichkeit, Belastungssteuerung, Gewicht auf dem Gelenk, wie du gehst.
Warum Schonen die Sache verschlechtert
Knorpel lebt von Bewegung. Er hat keine eigene Blutversorgung, er wird über Be- und Entlastung ernährt.
Wer wegen Arthrose aufhört, sich zu bewegen, verliert Muskulatur. Weniger Muskulatur bedeutet weniger Führung und mehr Belastungsspitzen im Gelenk. Das tut mehr weh, also bewegt man sich noch weniger. Diesen Kreis zu unterbrechen ist der eigentliche Kern der Arbeit.
Was wir uns ansehen
Wir messen Kraft im Seitenvergleich, sehen uns Beweglichkeit und Gangbild an und prüfen, welche Bewegungen provozieren und welche gehen.
Über die SCANECA 3D-Körperanalyse erfassen wir berührungslos im Stehen Haltung, Umfänge und Seitenunterschiede – und wiederholen das nach demselben Verfahren, damit du schwarz auf weiß siehst, ob sich etwas bewegt.
Denn genau das ist bei Arthrose der Punkt: Der Verlauf über Monate zählt, nicht wie ein einzelner Tag war.
Was wir tun
Der Hauptteil ist Trainingstherapie. Kraft für Oberschenkel und Hüfte, in einer Dosis, die dein Knie gerade verträgt, und dann Stück für Stück mehr. Das ist bei Kniearthrose das Verfahren mit der besten Evidenz, und es ist unspektakulär.
Für Phasen, in denen das Knie gereizt ist, nutzen wir je nach Befund Radiofrequenztherapie mit INDIBA und in sehr empfindlichen Phasen Mikrostromtherapie. Die pulsierende Magnetfeldtherapie setzen wir als Begleitmaßnahme ein und ordnen die Studienlage dazu offen ein.
Wenn Gehen unter vollem Körpergewicht zu viel ist, arbeiten wir auf dem AlterG Antigravitationslaufband. Es reduziert das Körpergewicht auf bis zu 20 Prozent, während das Laufbild erhalten bleibt. So lässt sich Belastung dosiert aufbauen, statt zwischen gar nicht und voll zu wählen.
Was du selbst tun kannst
Beweg dich regelmäßig, lieber kürzer und öfter als selten und lang.
Bau Kraft auf, auch wenn es sich zunächst falsch anfühlt. Ein kräftiger Oberschenkel ist das Beste, was du deinem Knie geben kannst.
Und erwarte keine schmerzfreien Wochen von heute auf morgen. Was realistisch ist: mehr Strecke, mehr Treppen, weniger schlechte Tage – über Monate.
Wann es zum Arzt gehört
Wenn das Knie plötzlich stark anschwillt, wenn es blockiert oder einklemmt, wenn es heiß und gerötet ist, wenn Fieber dazukommt, wenn es nach einem Sturz wegknickt oder wenn du gar nicht mehr belasten kannst – dann gehört das ärztlich abgeklärt.
Wie du anfängst
Jeder neue Patient beginnt mit einem kostenfreien Erstgespräch von 45 Minuten. Du schilderst, was passiert ist, wir untersuchen körperlich und geben eine erste Einschätzung. Danach besprechen wir gemeinsam, was sinnvoll ist und was es kostet. Wer danach nicht weitermachen möchte, geht ohne Rechnung nach Hause.
Du brauchst kein Rezept. Matze ist sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie, du kannst direkt zu uns kommen. Beide Praxen in Minden haben denselben Rahmen und dieselben Möglichkeiten.
Was wir dafür im Haus haben
Magnetfeldtherapie – flächig, gut verträglich, auch wenn das Knie gerade gereizt ist.
Radiofrequenztherapie mit INDIBA – Wärme im Gewebe selbst, kombiniert mit manueller Arbeit am Knie.
Mikrostromtherapie – für Phasen, in denen das Knie stärkere Reize nicht mag.
AlterG Antigravitationslaufband – Gehen und Laufen mit reduziertem Körpergewicht, exakt dosierbar.
Trainingstherapie – Kraft rund ums Knie, der Teil, der langfristig den Unterschied macht.
SCANECA 3D-Körperanalyse – Beinachse, Umfänge und Seitenunterschiede, über Wochen vergleichbar.
Einen Überblick über alle Verfahren und Geräte findest du auf der Seite Verfahren und Geräte. Wenn du wissen möchtest, was in deinem Fall sinnvoll ist: Wir fangen immer mit einem kostenfreien Erstgespräch an.

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