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Sprunggelenk: warum es beim zweiten Mal schneller geht

Autorenbild: Matthias Kranz
Matthias Kranz
14. Sept.
3 Min. Lesezeit

Wie es meistens anfängt

Einmal umgeknickt, zwei Wochen dick, dann wurde es besser. Du hast wieder angefangen. Und ein paar Monate später passiert es wieder – auf ebenem Boden, ohne Gegner, einfach so.

Das ist kein Pech. Das ist das häufigste Muster nach einer Sprunggelenkverletzung, und es ist der Grund, warum wir bei diesem Thema besonders genau hinschauen.

Was nach dem Umknicken zurückbleibt

Die Schwellung geht weg, der Schmerz geht weg – und das Gelenk fühlt sich normal an. Was dabei oft unbemerkt bleibt:

Die Beweglichkeit nach vorn ins Sprunggelenk ist eingeschränkt. Das merkt man nicht beim Gehen, aber beim tiefen Beugen, beim Landen, beim Abbremsen.

Und die Rückmeldung aus dem Gelenk ist gestört. Dein Sprunggelenk meldet ans Gehirn, in welcher Position es gerade ist. Nach einer Bandverletzung kommt diese Meldung langsamer. Das Gelenk korrigiert zu spät – und du knickst um, bevor du reagieren kannst.

Genau das ist der Grund, warum ein zweites Umknicken so viel leichter passiert als das erste.

Warum es tut nicht mehr weh kein Kriterium ist

Schmerzfreiheit kommt früher als Belastbarkeit. Fast immer.

Wer nach der schmerzfreien Woche wieder voll einsteigt, hat ein Gelenk, das sich gut anfühlt, aber unter Tempo und Richtungswechsel noch nicht arbeitet wie vorher. Über die Rückkehr entscheiden erfüllte Kriterien, nicht das Datum und nicht das Gefühl.

Was wir uns ansehen

Wir messen die Beweglichkeit nach vorn im Seitenvergleich – ein einfacher Wert, der bei sehr vielen nach einer alten Verletzung immer noch deutlich abweicht.

Dazu Kraft im Seitenvergleich, Einbeinstand, Sprungtests ein- und beidbeinig, Side-Hop und Richtungswechsel. Am SkillCourt messen wir Stabilität, Koordination, Reaktion und Explosivität über 3D-Kamera und Lasertechnik, immer nach demselben Verfahren – so ist der Vergleich über Wochen belastbar.

Wichtig ist dabei der zweite Teil: Wir testen nicht nur ausgeruht, sondern auch nach Ermüdung. Denn umgeknickt wird selten in Minute fünf.

Was wir tun

Zuerst die Beweglichkeit zurückholen, sonst arbeitet alles darüber falsch.

Dann Kraft für Wade, Fuß und Hüfte. Und dann der Teil, der am häufigsten übersprungen wird: Balance- und Reaktionstraining, das die Rückmeldung aus dem Gelenk wieder schnell macht. Das ist das, was das zweite Umknicken unwahrscheinlicher macht – nicht die Bandage.

In der gereizten Phase nutzen wir je nach Befund Radiofrequenztherapie mit INDIBA oder Mikrostromtherapie. Wenn Gehen und Laufen unter vollem Gewicht noch zu viel sind, arbeiten wir auf dem AlterG Antigravitationslaufband mit reduziertem Körpergewicht, um das Laufbild früh wieder sauber aufzubauen.

Was du selbst tun kannst

Fang früh mit Belastung an, in dosierter Form. Vollständige Ruhigstellung über Wochen ist bei den meisten Verletzungen dieser Art nicht der beste Weg.

Übe den Einbeinstand täglich, auch mit geschlossenen Augen, wenn es sicher geht. Das ist unspektakulär und einer der wirksamsten Punkte überhaupt.

Und verlass dich nicht dauerhaft auf Tape oder Bandage. Kurzfristig sinnvoll, langfristig ersetzt sie kein Training.

Wann es zum Arzt gehört

Wenn du direkt nach dem Umknicken nicht auftreten kannst, wenn der Knöchel an bestimmten Knochenpunkten stark druckschmerzhaft ist, wenn er stark verformt aussieht, wenn Taubheit oder Kältegefühl im Fuß auftreten oder wenn die Schwellung trotz Ruhe und Kühlung rasch zunimmt – dann gehört das ärztlich abgeklärt, bevor behandelt wird.

Wie du anfängst

Jeder neue Patient beginnt mit einem kostenfreien Erstgespräch von 45 Minuten. Du schilderst, was passiert ist, wir untersuchen körperlich und geben eine erste Einschätzung. Danach besprechen wir gemeinsam, was sinnvoll ist und was es kostet. Wer danach nicht weitermachen möchte, geht ohne Rechnung nach Hause.

Du brauchst kein Rezept. Matze ist sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie, du kannst direkt zu uns kommen. Beide Praxen in Minden haben denselben Rahmen und dieselben Möglichkeiten.

Was wir dafür im Haus haben

Einen Überblick über alle Verfahren und Geräte findest du auf der Seite Verfahren und Geräte. Wenn du wissen möchtest, was in deinem Fall sinnvoll ist: Wir fangen immer mit einem kostenfreien Erstgespräch an.

 
 
 

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